KI kann teilweise Gesichter und Objekte besser identifizieren als Fachleute und komplexe Aufgaben wie Übersetzungen, Textkomposition, Musikproduktion und Bildgenerierung bewältigen.
Machine Learning wird potentiell auf alle Tätigkeiten Auswirkungen haben, die Text oder Bild betreffen. KI-Tools sollten deshalb als Feedback-Partner in die Schule einbezogen werden, jedoch unter kritischer Reflexion ihrer Ergebnisse. Lernsettings müssen angepasst werden, indem sie auf kreative Aufgaben und Projektarbeiten setzen, welche die KI nicht übernehmen kann.
Die Lehrpersonen werden vermehrt als Lernbegleiter und Coaches auftreten, was Anpassungen in den Lehrverpflichtungsverordnungen und Ressourcen für die Weiterentwicklung entsprechender Lehr- und Prüfungsformen erfordert. Die Schülerinnen und Schüler können KI als persönliche Tutorsysteme einsetzen, um eine individuelle Lernbegleitung zu ermöglichen.
Digitale Kompetenzen, insbesondere der souveräne Umgang mit digitalen Werkzeugen, müssen verstärkt und fächerübergreifend gefördert werden. Ihr sinnvoller Einsatz sollte honoriert und nicht sanktioniert werden. Die Nutzung von KI-Tools erfordert jedoch eine stärkere Berücksichtigung ethischer und urheberrechtlicher Aspekte und die Risiken von Datenmissbrauch, Bias und Antwortverzerrungen müssen thematisiert werden.
Der Einsatz von KI-Tools im Unterricht bietet vielfältige Chancen zur Kreativitätsförderung. Die sorgfältige Integration dieser neuen Technologie in die bestehende Bildungsumgebung ist jedoch essentiell, um das Beste aus beiden Welten zu vereinen.
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