Das Biberfinale wurde in den 11. Schweizer Tag für den Informatikunterricht (STIU) eingebettet. Im Rahmen dieses Tages können Informatiklehrpersonen jeweils spannende und praxisorientierte Workshops besuchen, die Ideen für ihren Unterricht liefern und den Austausch untereinander ermöglichen. An der Schlussveranstaltung wurden herausragende Persönlichkeiten für ihre Beiträge zur Informatikbildung in der Schweiz geehrt und natürlich die stolzen Gewinnerinnen und Gewinner des Biberfinales verkündet. Der neue Rektor der ETH Zürich, Prof. Dr. Günther Dissertori, liess es sich nicht nehmen, allen persönlich ihre jeweilige Medaille zu überreichen.
Der Schweizer Tag für den Informatikunterricht bot den teilnehmenden Lehrpersonen auch dieses Jahr wieder ein vielfältiges Spektrum an Themen. So gab es beispielsweise Workshops zu Robotik und künstlicher Intelligenz, zum Programmieren mit XLogo oder Python sowie zum Einsatz von Oxocards im Informatikunterricht. Zudem bot Dr. Jens Gallenbacher, Autor von «Abenteuer Informatik», allen Interessierten eine persönliche Führung durch seine gleichnamige Ausstellung an.
Zeitgleich rauchten die Köpfe der angereisten Teilnehmenden im Rahmen des Informatik-Biber-Finales über kniffligen Informatikfragen. Die rund 120 Kinder und Jugendlichen – mitmachen dürfen Schüler:innen ab der 3. bis zur 13. Klasse – gehörten zu den 750 Besten der schweizweit 37’000 Wettbewerbsteilnehmenden von 2021 und hatten sich in einer Vorrunde für das Finale qualifiziert. Im Anschluss wurden die Bearbeitungen der teilweise höchst anspruchsvollen Aufgaben sofort ausgewertet, während die Schülerinnen und Schüler drei speziell für sie gestaltete, nach Alter abgestufte Programmierworkshops besuchen konnten. Zudem hatten sie Gelegenheit, ganz ohne Computereinsatz an weiteren Biberaufgaben zu tüfteln oder die Ausstellung «Abenteuer Informatik» zu besuchen.
Der STIU-Anlass wurde abgerundet durch die Plenumsveranstaltung im bis auf den letzten Platz besetzten Hörsaal des ETH-Hauptgebäudes. Dort übergab Prof. Dr. Dissertori zunächst einigen Personen und Institutionen Auszeichnungen für ihre wertvollen Beiträge zur Informatikbildung. Zu den Preisträger:innen gehörten auch Martina Vazquez, Präsidentin des SVIA, und Giovanni Serafini, SVIA-Vorstandsmitglied. Dann erhielten die Gewinner:innen des Biberfinales alle ihre wohlverdiente persönliche Medaille. Prof. Dr. Juraj Hromkovič, tätig im Bereich Informationstechnologie und Ausbildung an der ETH, betonte ihre immense Leistung und stellte bewundernd fest, dass einige Finalteilnehmende sogar bessere Leistungen erbracht hätten als manche seiner Student:innen.
Das Biberfinale war ein voller Erfolg. Die Finalist:innen erhielten die einzigartige Gelegenheit, ihre Kompetenzen im informatischen Denken unter Beweis stellen und zudem ausgiebig «Hochschulluft schnuppern» zu können. Eine frühe Informatikförderung ermächtigt die kommenden Generationen, in unserer zunehmend digitalisierten Welt nicht nur als Nutzniesser und Konsumentinnen sondern auch als Gestalterinnen und Entwickler heranzuwachsen.
Informatik-Biber
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