Engagement aus Leidenschaft für Informatik

Im Gespräch gibt er Einblick in seine Motivation, seine Faszination für das Fach und seine bildungspolitischen Anliegen – und zeigt, was ihn persönlich antreibt.

 

Was hat dich dazu bewogen, dich im SVIA zu engagieren – und was bedeutet dir dieses Engagement persönlich?

Die Informatik ist als Fach am Gymnasium noch vergleichsweise jung. Gerade deshalb war und ist der fachliche Austausch für mich von grosser Bedeutung. Im Umfeld des SVIA habe ich wertvolle Unterstützung erhalten – sei es durch Materialien für das Ergänzungsfach Informatik oder durch Unterlagen für das obligatorische Fach. Auch der Fit-in-IT-Newsletter liefert mir immer wieder inspirierende Impulse.

Mein Engagement im Vorstand verstehe ich deshalb als Möglichkeit, etwas zurückzugeben: zur Weiterentwicklung der Informatikbildung beizutragen und Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen – so wie auch ich Unterstützung erhalten habe.

 

Was fasziniert dich persönlich an der Informatik?

Mich begeistert insbesondere das strukturierte Problemlösen und die Suche nach eleganten, nachhaltigen Lösungen. Dieses Tüfteln macht mir grosse Freude – nicht zuletzt, weil sofort sichtbar wird, ob eine Lösung funktioniert oder nicht.

Während in wirtschaftlichen Kontexten oft der Zeitdruck dominiert, kann ich mir im schulischen Umfeld die nötige Zeit nehmen, Fragestellungen vertieft zu durchdenken. Diese Begeisterung für präzise und durchdachte Lösungen möchte ich auch an meine Schülerinnen und Schüler weitergeben.

 

Was wünschst du dir von der Bildungspolitik in Bezug auf Informatikbildung?

Die Informatik entwickelt sich rasant weiter, weshalb kontinuierliche Weiterbildung zentral ist. Damit diese nachhaltig wirkt, braucht es jedoch ausreichende zeitliche Ressourcen, um neue Inhalte didaktisch aufzubereiten und in qualitativ hochwertige Materialien umzusetzen.

Wenn Lehrpersonen dies jeweils individuell leisten müssen, ist das weder effizient noch nachhaltig. Ich wünsche mir daher, dass die Bildungspolitik diesen Bedarf anerkennt und gezielt Ressourcen bereitstellt – insbesondere für Organisationen, die professionell an der Entwicklung und Umsetzung von Unterrichtsmaterialien arbeiten.

 

Welches digitale Gerät oder welche App würdest du nie freiwillig hergeben – und weshalb?

Im Laufe der Zeit habe ich viele digitale Geräte und Anwendungen schätzen gelernt und nutze ihre jeweiligen Stärken gerne. Ein einziges Gerät, auf das ich keinesfalls verzichten möchte, gibt es für mich jedoch nicht.

Auch bei Apps zeigt sich: Für beinahe jede Anwendung existiert eine gute Alternative. Entscheidend ist für mich weniger das konkrete Tool als vielmehr die Möglichkeit, digitale Technologien reflektiert und sinnvoll einzusetzen.

 

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